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3 4 5 oder 6 Schritte

Ich spiele bereits seit 40 Jahren Schnitt 180 bis 220; dabei bin ich sehr experimentierfreudig.
So habe ich mit 4 Schritt (nach Lehrbuch) angefangen,Schritt 1 push away.
Diese Anlauf-Art war früher üblich und auch nötig um mehr Power in den Ball zu bekommen.
Mit dem heutigen Ballmaterial ist das nicht mehr nötig, Push-away wurde durch "hinge" Technik ersetzt. Ein 5ter "Initialschritt" wurde hinzugefügt, was für viele Bowler auch gut funktiniert.
6 Schritt Anlauf sieht man selten, ist auch etwas problematisch, weil die Schrittgeschwindigkeit schon einem Laufen recht nahe kommt und der Anlauf sehr lang wird; muß nicht sein.
Bei genauer Betrachtung des Anlauf von Profis kann man eine Gemeinsamkeit sehen die wichtig ist:
BEIM VORLETZTEN SCHRITT UND SETZEN DES LETZTEN SCHRITT IST DER BALL IMMER NOCH WEIT HINTEN OBEN UND NOCH NICHT IM ABSWING: DER ABSWING DES BALL BEGINNT MIT DER SLIDEPHASE:
Daraus folgt, das die Schritte davor nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Eine 2te Beobachtung: Bei starken Spielern ist die Spiellinie bevorzugt durch die Mitte, um lange genug im Öl zu bleiben; Es ist also notwendig sich weit aussen aufzustellen, wobei in den meisten Anlagen der Ballrücklauf extrem stört.
Also habe ich mich jetzt mal eine Weile mit 3 Schritt Anlauf beschäftigt und kann folgende Erfahrungen mitteilen.
1.) Aufstellung vor dem Ballrücklauf ist kein Problem, der Platz reicht für 3 Schritte aus.
2.) Es ist wesentlich leichter das Timing so hinzubekommen , das der Ball beim Setzen des letzten Schritt noch hinten oben ist.
3.) Die Ballgeschwindigkeit ist nur ca. 0.5 Km/h langsamer ! ! Da habe ich was anderes erwartet.
4.) Die Anlaufgeschwindigkeit ist angenehm langsam, und sehr gut konstant. Hier möchte ich das Wort "Anlauf" gerne durch "Zielannäherung" ersetzen, was der Übersetzung vom amerikanischen "Approach" auch gerechter ist.
5.) Im Slide kann man den Ballpendel sehr gezielt und konstant mit etwas Druck unterstützen, wobei es dann leichter fällt, die Hand unter/hinter dem Ball zu halten und eine Cut/Uncut oder Crock/Uncrock Technik zu kreieren.
Mein Schnitt hat sich in den ersten 2 Wochen leicht nach unten bewegt (180) und liegt jetzt wieder bei 210, Tendenz stabil bis steigend.

Wer das mal probieren möchte: Es ist wirklich einfach.
Anleitung für Rechtshänder (Leiste 1 ist rechts)
geplante Linie: F-Linie Leiste 20, über Spot Leiste 15. (BEISPIEL)
Aufstellen mit der Aussenseite des rechten Fuß 6 Leisten weiter als F-Linie, also Leiste 26
Das ist natürlich etwas individuell 5 Leisten ist Minimum( Ballradius) bis 10 Leisten je nachdem wie stark der letzte Schritt cross gesetzt wird.
Etwas ins Knie gehen,Arsch nach rechts lagern, Schulter links droppen, Linie anpeilen, rechter Fuß etwas rückwärts.
letzteres ist kein Muß, sondern eine Angewohnheit von mir; Ich kann mit diesem kleinen Rückschritt gut kontrollieren ob ich in der gewünschten Linie stehe.
Mit Schritt 1 den Ball nach vorne/unten hingen (pushen ist etwas instabil)
Schritt 2 folgt RUHIG, der Ball hat genug Zeit nach hinten zu pendeln
Schritt 3 folgt unwesentlich schneller. In der Slidephase den Pendel des Ball etwas mit Druck unterstützen bringt ein sehr exakt reproduzierbares Release mit genug Power.
bei mittlerem Öl ca. 22 Km/h und 400 Rev. Reicht für gute Strikeausbeute in der Gasse und immernoch akzeptablen Pinmix bei dünnen Einläufen oder Aussengasse.
Durch den kurzen Anlauf (vor dem Ballrücklauf) sind selbst Linien wie:
F-Linie Leiste 40 Spot Leiste 30 spielbar. Mit 4, 5, 6 Schritt Anlauf ist das nicht reproduzierfähig möglich.
Meinungen dazu nehme ich gerne an.
Bei Gelegenheit werde ich auch mal ein entsprechendes Video erstellen.

Lefy

Autor: 6step lefty


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