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Kann mir das jemand plausibel erklären?

Ich bin heute nach der Liga nochmal im Hauscenter vorbeigefahren und hab mir gedacht "Wirfste halt nochn paar Runden zur Entspannung".

Es ist Sonntag Abend, der Center war sicherlich den Tag über gerammelt voll, schon allein wegen dem hier scheinbar sehr populären Frühstücksbowling in der Winterjahreshälfte. Um mich mental noch ein bisschen zu fordern auf Bahn 11/20 mitten in die Openbowler gestellt und Rocket und Sky Rocket mit OOB-Finish ausgepackt. Ich hatte nicht erwartet noch wirklich eine gut bespielbare Bahn vorzufinden, also direkt mal auf Leiste 30 aufgestellt und den polierten Pearl in die Hand genommen. Angelaufen, mit ordentlich Power und Revs den zweieinhalb Pfeile rechts anvisiert und abgefeuert.

Der Ball hat mit dem ersten Kontakt sofort die Bahn gelesen und ist völlig unmotiviert schon in den Pfeilen in den Roll übergegangen und hat insgesamt kaum Reaktion gezeigt. Es war eine sehr langezogene, seichte Kurve und natürlich war der Ball in den Pins relativ saftlos und hat kaum noch brauchbare Pin-Action erzeugt. Es wirkte fast so ein wenig als "klebe" der Ball auf der Bahn in der Linie fest und hat keine Chance wirklich nach links zu drängen, fast so ein bisschen als würde man ihn mit nem Mageneten vom Hooken abhalten. Bei näherer Betrachtung der Heads war dann auch schnell die Ursache gefunden: Die Bahn war furztrocken, und selbst wenn da den ganzen Tag pausenlos die Openbowler mit Plastikbällen drauf rumgelutscht haben kann mir niemand vormachen wollen, dass die Bahnen am Morgen irgendeine Pflege gesehen hatten. Bis dahin fast ein ganz normaler Tag im Leben eines Sportbowlers.

Jetzt aber kommt das Kuriose für mich. "For Science" hab ich dann einfach mal alle Bälle rausgeholt die grade greifbar waren, unter anderem den praktisch noch brandneuen Storm Lock mit 4x4x2 Layout und den mittlerweile schon gealtereten Crux welcher aber ständig in Schuss gehalten wird. Beide matt, 3000 grit OOB (am Track vermutlich doch eine wesentlich feinere Körnung, danke an Bowlmole nochmal für den Laserscan-Thread), beide für Heavy Oil entwickelt und beide vom Layout her auf maximales Backend ausgelegt. Der Lock und der Crux, welche eigentlich beide nach ordentlich Öl auf der Bahn schreien, hatten mindestens das doppelte an Länge und eine wesentlich heftigere Backendreaktion und sind wie auf Schienen von Leiste 36 in die Gasse gerannt. Es war viel leichter mit diesen beiden Bällen in die Gasse zu kommen. Egal welche Linie ich mit polierten Pearls gespielt habe, die Bälle sind sofort bei Kontakt mit der Bahn in den Hook übergegangen und hatten praktisch kein Backend wenn sie gegen die Bahn gespielt wurden und sofort Richtung linke Rinne abgebogen wenn man sie mit der Bahn oder down and in spielen wollte. Hab ich irgendwas verpasst? Sollten mir die polierten Pearls auf abgebrannten Bahnbedingungen nicht mit mehr Länge helfen und die Hybriden eher viel zu früh abbrennen? Generell war das alles natürlich sehr aufschlussreich, aber das passt so gar nicht in mein bisheriges Verständnis meiner Bälle.

Kann mir das jemand fundiert erklären? Wer hat selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

Autor: TheRaven666


6 Antworten zu diesem Beitrag

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