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Tiefgang an der Oberfläche Teil 2

Freunde (m/w) geschliffener Bälle,

Ende letzten Jahres habe ich einen Thread eingestellt, in dem es darum ging, dass sich die Lauffläche von Bällen – egal welche Anfangskörnung sie haben – nach einer gewissen (überraschend geringen) Anzahl an Spielen alle um eine 4000-Körnung herum angleichen. Die Daten wurden von der Firma Jayhawk unter Verwendung ihres Balloberflächenscanners zu Werbezwecken erhoben. Ich fand das damals sehr überraschend und schleife seit dem meine Bälle öfters.

bowling-zubehoer-f8/tiefgang-an-der-oberflaeche-t5604.html

Ich also gestern wieder im Internet unterwegs…

…und treffe mir-nichts-dir-nichts auf dieses Hammervideo von Radical. Ich kannte das Video bis dato nicht und gehe mal davon aus, dass es noch mehr Forumsmitglieder mit der gleichen Wissenslücke gibt. Ich komme immer mehr zur Erkenntnis, dass Mo Pinel ein vertrauenswürdiges Genie ist. Ich kenne nicht viele Hersteller (genau genommen garkeinen), die sich bisher getraut haben, ihre überflüssigen Werbeprosaversprechen mit einem Roboter im direkten Vergleich mit anderen Bällen zu beweisen. Mo Pinel tut das. Aller Achtung! Der Beweis durch (weitestgehend) objektive Daten ist das einzig wahre. Der Rest ist Werbung und Psychotricks. Wenn das so weiter geht stell ich tatsächlich auf Radical Bälle um…

Anyway… und für diejenigen unter uns die nicht so oft im Englischen unterwegs sind. Hier ist eine Zusammenfassung:

1) Die Bälle werden mit dem Roboter unter gleichen Bedingungen und unter den gleichen Parametern geworfen.

2) Überraschung Nummer 1 (bei 0:25): Die Körnung der Balloberflächen „aus der Box“ entsprechen nicht den Angaben der Hersteller. Die Messungen ergeben alle (teilweise erheblich) niedrigere Schleifwerte.

3) Überraschung Nummer 2 (bei 1:18) bzw. die Bestätigung der Ergebnisse der Messungen durch Jayhawk (siehe mein Thread vom letzten Jahr): Alle Laufflächen sind nach 20 Spielen quasi gleich und liegen bei 3800 +/- 100.

4) Überraschung(?) Nummer 3: Nun da alle Bälle die gleiche Oberflächenkörnung haben laufen sie doch nicht gleich. Also führt Mo Pinel der Begriff *chemical friction“ also „chemische Reibung“ ein. Natürlich läuft der Ball von Radical schon aufgrund seiner chemischen Reibung besser als die anderen 

Viel Spass mit dem Video

Bowlmole

Autor: bowlmole


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