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Vertrauen ist gut, vorbereitet sein ist besser.

Freunde des gepflegten Bowlings,
dieses Forum dient dem Erfahrungs- und Erlebnisaustausch. In diesem Sinne kann ich folgendes Ostermärchen erzählen:

Ich habe kürzlich einen Ball für meinen Sohn gekauft; sein erster reaktiver Ball. Da ich von Bällen für jugendliche garnichts verstehe bin ich völlig offen, naiv, unvorbereitet und vertrauensselig in den Shop meiner kürzlichen Wahl gegangen. Es gab in der angepeilten Gewichtsklasse nur drei Bälle im Shop (obwohl ich genau deshalb vorher mit der Hauptstelle des Shops telefoniert habe und man mir versichert hat, dass man diese Filiale mit genau dieser Gewichtsklasse gerade aufgefüllt hätte). Von den drei vorhandenen Bällen wurde mir der Ball mit den „mittleren“ Eigenschaften empfohlen; sein Ladenpreis: 209 €. Mit Bohren und Fingertips sollte der Ball 250-260€ kosten aber da es sich um ein „älteres“ Modell handelt (vor 4 Jahren aktuell) wurde mir sofort und ohne ein Wort meinerseits ein Preis für Ball, Bohren, Fingertips aber ohne Daumeneinsatz von 210€ gemacht; es wurden keinerlei Preisverhandlungen geführt.

Die Stimmung war bei allen Beteiligten gut, ich fühlte mich gut beraten, mein Sohn war happy… alles im grünen Bereich.

Dummerweise bin ich am Abend auf die doofe Idee gekommen auf der Internetseite desselben Shops den Ball anzuwählen. Ich wollte mich über die Eigenschaften des Balles genauer informieren. Dabei bin ich unweigerlich auf den OnlinePreis des gleichen Balles vom selben Proshop gestoßen: 139 Euronen. Zur Erinnerung: der im Laden zugrunde gelegte Preis für alle Aktivitäten, Kalkulationen und Preisnachlässe: 209. Nota bene: 209 war der mir genannte Ladenpreis heute und nicht der vor vier Jahren.

Bohren kostet laut Onlinetabelle in diesem Shop 35€; 2 x Fingertips kosten 12€; kein Daumeneinsatz; macht zusammen also ca. 50€.

139 plus 50 wären also 190€, die ich – ausgehend vom Onlinepreis und ohne irgendwelche Preisverhandlungen – hätte bezahlt haben sollen.

Fazit:
Ich weiss hier und heute immer noch nicht worüber ich mehr enttäuscht sein soll: über die 20€, die ich irgendwie zu viel bezahlt habe, oder über den Umstand, dass mir ein 139 Euro-Ball (online Preis) für 209 (Ladenpreis) vorgegaukelt wurde oder, dass ich Blödkopf ohne irgendwelche Vorbereitungen naiv in den Laden gegangen bin (was ich sonst wirklich nieeeee tue), um mir einen erzählen zu lassen. Meine Mitspieler haben sich jedenfalls heute kräftig darüber amüsiert, dass ich bei 209€ für einen nicht top-aktuellen Ball nicht stutzig geworden bin; tja das passiert eben bei naivem Vertrauen (aber ganz sicher nur einmal).

Ich habe natürlich mit dem Shop Rücksprache gehalten und eine Menge mathematische gestützte Rhetorik zu hören bekommen wieso und warum ich ein zufriedener Kunde zu sein habe. Für die nicht wegzurechnende Differenz im Gesamtpreis aber wurde mir ein Ausgleich geboten. Den Ausgleich habe ich ihnen geschenkt und ihnen zu verstehen gegeben, dass man als Kunde mit einem solche Gefühl im Bauch nicht mehr wieder kommen wird; ich habe das Ganze unter „Erfahrung im Geschäftsverkehr“ abgebucht.

Gruß
Bowlmole
(…dessen Bohrkarte dieser Shop in den Schredder werfen kann).

Autor: bowlmole


9 Antworten zu diesem Beitrag

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